Damit das Auslandsgeschäft ein voller Erfolg wird

So fern und doch so nah: Digitalisierung und Globalisierung eröffnen neue Absatzmärkte. Gleichzeitig bergen sie ungeahnte neue Möglichkeiten für Imitatoren. Die Eindämmung von Marken- und Produktpiraterie nimmt vor dem Hintergrund einer globalen Weltwirtschaft neue Dimensionen an. Vor allem kulturelle Gepflogenheiten können einen vermeintlich sicheren Markteintritt oder eine ausländische Partnerschaft schnell zum Sicherheitsrisiko werden lassen. Die folgenden Tipps und Hinweise erleichtern Ihnen einen erfolgreichen Start ins Auslandsgeschäft.

Tipps zum Auslandsgeschäft
Kultur Weltkarte

  • Haben Sie Verständnis für kulturelle Unterschiede: soziale Normen, Traditionen, Sprache etc.
  • Ein erfolgreiches globales Geschäft kann nur zu Stande kommen, wenn die unterschiedlichen Landeskulturen berücksichtigt werden.
  • Entwickeln Sie für Ihre Produkte einen dem ausländischen Markt entsprechenden Produktnamen.

Geschäftspartner

  • Führen Sie einen Background-Check über die Identität von Geschäftspartnern durch: Ist der potentielle Geschäftspartner offiziell und gesetzmäßig registriert?
  • Unterschreiben Sie Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitsvereinbarungen mit neuen Geschäftspartnern und Mitarbeitern. Ziehen Sie hierzu einen Vertrauensrechtsanwalt hinzu.
  • Geben Sie nur unbedingt benötigte Informationen und Details zu Produkten an Geschäftspartner weiter.
  • Achten Sie bei Betriebsbesichtigungen auf „verschwundene“ Besucher und versteckte Kameras.

Know-how

  • Sichern und kontrollieren Sie den Technologietransfer.
  • Behalten Sie Kern-Know-how immer für sich.

Auf Messen:

  • Arbeiten Sie mit der Messegesellschaft, Behörden und Anwälten vor Ort zusammen.
  • Untersagen Sie das Fotografieren Ihres Messestandes.
  • Behalten Sie Besucher im Blick.

Sicherheit

  • Gründen Sie eine abteilungsübergreifende Task-Force zum Schutz vor Produktpiraterie.
  • Informieren Sie sich zu ausländischem Recht zum Schutz von geistigem Eigentum und lokalen Regulierungen.
  • Legen Sie ein Verfahren bei Überschussproduktion fest.
  • Führen Sie regelmäßige Sicherungskontrollen durch und überwachen Sie Prozesse.
  • Kontrollieren Sie Zulieferer und Lizenznehmer regelmäßig, so können Sie schnell bei Verstößen reagieren.
  • Kontrollieren Sie die Logistik: Wo und in welchen Händen befinden Sich Ihre Produkte oder Ihr Know-how.
  • Vereinbaren Sie Details vertraglich und kontrollieren Sie ggf., so vermeiden Sie mögliche Probleme bei der Einhaltung von Terminen und Qualität.

Bei Plagiats-/Imitatsfällen

  • Dokumentieren Sie Verstöße genau: identifizieren Sie Produktfälscher und sammeln Sie Beweismittel vor Ergreifen behördlicher Schritte.
  • Ziehen Sie Behörden hinzu und leiten Sie ggf. rechtliche Schritte ein.
  • Schalten Sie den Zoll ein und veranlassen Sie eine Grenzbeschlagnahme von Imitaten.
  • Bündeln Sie ggf. Kräfte mit anderen Unternehmen desselben Industriezweiges, um gemeinsam gegen Produktpiraten vorzugehen.

Hinweis

Zusätzliches Basiswissen zur Umsetzung von Produktschutz finden Sie in den weiteren Ausgaben der Reihe „Prävention gegen Produktpiraterie“ des jeweiligen Unternehmensbereichs.